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Chronologie eines Skandals

• 19. Mai 2022: Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft eröffnet ein Ermittlungsverfahren gegen VW zu den Vorwürfen sklavenähnlicher Arbeitsbedingungen auf der VW-Rinderzuchtfarm Rio Cristalino in den 1970/80-er Jahren.


• 14. Juni 2022: Erste Anhörung in Brasília – Breites Medienecho (u.a. Weltspiegel, SZ, Spiegel, taz).

Vertagung


• 29. September 2022: Erneute Anhörung in São Paulo - Vertagung.


• 29. November 2022: Erneutes Treffen zwischen den Vertreten von VW und der Staatsanwaltschaft endet ergebnislos.

Vertagung


• 16. Dezember 2022: Kontaktaufnahme mit der Menschenrechtsbeauftragten bei VW, Frau Dr. Waltenberg.


• 9. Februar 2023: In ihrer Antwort weist Frau Dr. Waltenberg darauf hin, dass es sich um ein laufendes Verfahren in Brasilien handelt und sie sich nicht weiter äußern kann.


• Februar 2023: Online Petitionskampagne der Brasilieninitiative Freiburg e.V. auf campact. Fast 3000 Bürger:innen unterstützen die Forderung an VW, die Menschenrechtsverletzungen auf der Rinderzuchtfarm Rio Cristalino endlich anzuerkennen.

 


• 13. Februar 2023: Anfrage an Frau Dr. Waltenberg bei Herrn Dr. Döss, dem im Vorstand Verantwortlichen für Integrität und Recht, vorzusprechen.

Keine Antwort


• 27. Februar 2023: Erinnerungsbrief an Frau Dr. Waltenberg

Keine Antwort

• 24. März 2023: Übergabe der Petition in Wolfsburg an den VW-Pressesprecher und den Haushistoriker.


• 27. März 2023: Brief an den Vorstandvorsitzenden Herrn Dr. Döss mit der Bitte auf Verhandlungsführung in São Paulo einzuwirken.

Keine Antwort

• 29. März 2023: Erneute Verhandlungsrunde in São Paulo. Die Annahme der Petition wird verweigert. Gespräch wird von VW do Brasil Vertretung abgebrochen

Abbruch

• 30. März 2023: Presseerklärung von Brasilieninitiative Freiburg e.V. und dem Dachverband der Kritischen Aktion

 


* 18.April 2023: Teilnahme am Ländergespräch Deutschland-Brasilien, zu dem das BMZ eingeladen hatte. Dort erneut auf VW aufmerksam gemacht.

 


* 27. April 2023: Brief an Herr Dr. Döss und Frau Dr. Waltenberg mit der Bitte um Stellungnahme.

Keine Antwort

* 10. Mai 2023 Rede eines kritischen Aktionärs auf der Volkswagen-Hauptversammlung: „VW do Brasil: Statt eigene Boni zu erhöhen, sollte der Volkswagen-Vorstand sich seiner historischen Verantwortung stellen.“

Keine Reaktion

* 22. Mai 2023: Blogbeitrag und Verbreitung im Social Media Bereich: SÜDWIND Blog

 


* 06. Juni 2023: Schreiben an BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) und das Land Niedersachsen (Ende 2022 befanden sich  knapp 12 Prozent der VW-Aktien in Landesbesitz) mit der Bitte bei VW zu intervenieren.

Antwort steht noch aus

* 4. Oktober 2023: "Erneutes Anschreiben an Herrn Dr. Döss und die Menschenrechtsbeauftrage bei VW, Frau Dr.Waltenberg, mit der Bitte um Stellungnahme."

Keine Antwort

* 6. Dezember 2023: Schreiben an Herrn Dr.Döss nachdem er am 5.12. in SPIEGEL- ONLINE folgendermaßen zitiert wurde: »Auch zukünftig werden wir jegliche Hinweise auf Menschenrechtsverstöße sehr ernst nehmen«, erklärte VW-Rechtsvorstand Manfred Döss. Angesichts dieser Äußerung erneut die Bitte an ihn, sich für die Entschädigung der noch lebenden Landarbeiter einzusetzen und das Unrecht anzuerkennen.

Keine Antwort

* 30.05.2024: VW - Wir bleiben dran 1

Sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse auf VW Rinderzuchtfarm nicht vergessen Auf der diesjährigen Hauptversammlung von VW am 29.Mai gab es erneut die Möglichkeit die ungelöste, von VW immer wieder
verschleppte Frage nach einer Entschädigung für die noch lebenden Landarbeiter zu thematisieren. Rede von Lisa Schäfer (Kritischen Aktionäre ) ist nachzulesen: www.brasilieninitiative.de/vw oder
https://www.kritischeaktionaere.de/volkswagen/im-sinne-der-betroffenen-draengt-die-zeit-dass-sie-ihre-verantwortung-endlich-anerkennen-rede-von-liva-schaefer/

* 30.05.2024: VW- Wir bleiben dran 2 - Hauptversammlung von VW am 29.05.2024

Auszüge aus der Antwortrede des zuständigen Vorstandsmitglieds Dr. Döss auf die Rede von Liva Schäfer:

„Im Zuge der Ermittlungen stehen wir im Austausch mit den zuständigen brasilianische Behörden. Über den weiteren Fortgang können wir uns im Hintergrund des laufenden Verfahrens nicht äußern.“

Nach unserem Kenntnisstand besteht allerdings keinerlei Kontakt mit dem Arbeitsministerium in Brasilien.

 


Stand: 20.06.2024