Einbindung des Menschenrechtszentrum in größere Zusammenhänge

Die Vorgeschichte und Entwicklung der Projektarbeit erklärt, dass Olga do Nascimento nicht nur das volle Vertrauen der Rat- und Hilfesuchenden genießt, sondern zunehmend auch der entsprechenden Behörden und Einrichtungen, des Jugendrichters und der Staatsanwaltschaft, dessen Bürgerrat sie angehört. Obwohl sie zu ihrem großen Bedauern nie Jura studieren konnte, hat sie sich doch durch die langjährige Praxis und viele Fortbildungen ein hohes juristisches Wissen erworben, was dazu führte, dass sie 2009 zur Vorsitzenden eines neu gegründeten Bürgerrats zu rechtlichen und sozialen Fragen gewählt wurde sowie Ende des Jahres in den Vorstand einer Bürgerinitiative, die sich in einem nahe liegenden Konfliktgebiet gebildet hat, in dem der Drogenhandel blüht. Der Umstand, dass sie seit vielen Jahren mit dem betreffenden Umfeld bestens vertraut ist, viele der Jugendlichen und Kinder, die als Boten benutzt werden, kennt, etc, macht sie wie wenige geeignet, als Vermittlerin zu dienen und Strategien der Befriedung zu entwickeln.

Grundlage der Finanzierung

Bei Projektbeginn 2002 kamen die nötigen Gelder zunächst vor allem von der Brasilieninitiative Erlangen-Nürnberg, die seit Jahren Initiativen im Projektgebiet unterstützt. Sie wurden ergänzt durch einen in Fortaleza selbst entstandenen internationalen Freundeskreis, der für zwei Jahre die Miete garantierte. 2006 konnte Misereor dazu gewonnen werden, zunächst nur für die Unterstützung beim Kauf des Hauses, dann aber auch für die direkte Projektunterstützung in Partnerschaft mit der Brasilieninitiative Erlangen-Nürnberg. Ein 3-Jahresvertrag garantierte die Hälfte der laufenden Geamtkosten für eine gewisse Grundabsicherung der Arbeit, d.h. ca. 700 € pro Monat. Er wurde 2009 für weitere 3 Jahre verlängert, nur ist der Partner seit Januar 2010 die Brasilieninitiative Freiburg. Der übernommene Spenderkreis ermöglicht die Fortführung der Unterstützung, deckt aber nicht die volle Höhe der monatlichen Verpflichtungen, die bisher bei 650 € lagen, aber wegen des niedrigen Umtauschkurses dringend angehoben werden müssten. So sind nach wie vor besondere Anstrengungen nötig, das fehlende Geld aufzutreiben.
Allen, die mithelfen wollen, das Projekt zu unterstützen, schon im Voraus ganz herzlichen Dank!

Annemarie Jacobs begleitet dieses Projekt. Sie ist seit Beginn der Arbeit von CDHEC die Kontaktperson nach Deutschland. Sie hat selbst längere Zeit in Fortaleza gelebt und steht in ständigem Kontakt mit den Projektpartnern. Im März 2009 war sie erneut vier Wochen lang dort, um die aktuelle Situation der Arbeit in ihren vielfältigen Aspekten und Kontakten zu begleiten. Sie ist gerne bereit, auf Anfragen hin weitere Informationen zu erteilen. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ende 2011 stellte CDHEC ihre eigenständige Arbeit ein und integrierte sich in das in Fortaleza bestehende Projekt Emaus.