Peter, von der brasilieninitiative, besuchte im Januar 2014 das Gemeinschaftszentrum Fabio Sandei in Salvador da Bahia.
Hier sein Bericht über die Arbeit im Centro.




Ich bin am Donnerstag mit dem Bus nach São Cristovão gefahren, Eduardo holte mich in Rio Vermelho ab und kam mit mir. Wir fuhren also nach São Cristovão per Bus und liefen zum Centro Fabio Sandei.

 

  1. Ich sah kurz die Rechtsanwältin Elci, die den Balcão de Justiça leitet: Sie ist dort von Montag bis Freitag zwischen 8 Uhr und 11 Uhr 30. Der Balcão de Justiça ist eine Schlichtungseinrichtung zur Entlastung der Gerichte. Durch Mediation zwischen den Parteien wird ein formeller Prozess vermieden. Themen sind verschiedene: Viele Vaterschaftsklagen, aber auch Partnerschaftsprobleme etc.
  2. Dahinter liegt der Raum in dem eine Zahnarztpraxis ist: Montags und freitags kommt nachmittags ein Zahnarzt, am Dienstag und am Donnerstag sind die Sprechzeiten von 8 Uhr bis 10 Uhr.
  3. In einem weiteren Raum findet  immer noch, jeweils am Mittwochvormittag, der Zahn – Prothesen – Kurs statt, dessen Beginn wir vor einigen Jahren finanziert hatten,.
  4. Auch findet ein Serigraphie – Kurs statt: Weiße Hemden werden gekauft, und über die Drucktechnik werden die Hemden mit den verschiedensten Mustern bedruckt.
  5. Im oberen Stockwerk werden vormittags von 8 – 11 Uhr von Montag bis Freitag in 2 Räumen zwei Gruppen von Kindern betreut, die eine Gruppe besteht aus Kindern von 3, die andere von 4 bis 5 Jahren. Ein weiterer Raum ist voll von Spielsachen, die Familien von São Cristovão gestiftet hatten.
  6. Außerhalb des Hauses gibt es eine größere Fläche, ein Teil dieser Fläche, die Sala de Festas, wurde überdacht, so dass man auch bei Regen feiern kann. Die Fläche wird teilweise an Wochenenden zu Festen wie Hochzeiten, Geburtstagen, Kinderfesten vermietet. Mit diesen Einnahmen können Ausgaben wie Telephon, Internet, auch teilweise Löhne bezahlt werden. In dieser Sala de Festas finden auch Kurse statt, wie z.B. am Mittwoch und Freitag von 14 bis 18 Uhr der Stickerei-, Maniküre- und Schneider - Kurs für Mädchen von 12 bis 25 Jahren, und auch der von uns finanzierte Tanz Kurs, der am Dienstag von 8 bis 10 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr ab nächstem Jahr für Kinder einmal von 6 bis 8 Jahren und zum anderen von 8 bis 12 Jahren vorgesehen ist.
  7. Weiter hinten ist ein kleines Gebäude, in dem von Dona Eliza ein Back - Kurs für Leckereien (doces finos e salgados) durchgeführt wird. Ich bekam einen köstlichen Brigadeiro von einer Teilnehmerin geschenkt.  Diese Kurse werden von der staatlichen SESC finanziert.
  8. Ein Mosaik-Kurs war mit Mitteln der Firma Odebrecht für ein halbes Jahr finanziert worden. Ein in diesem Kurs hergestelltes Mosaik wurde im Dezember bei der Eröffnung eines neuen Hotels in der Eingangshalle eingeweiht.
  9. Nach der Besichtigung dieser Aktivitäten und Orte gab es ein Mittagessen. Ein Gewitter sondergleichen überkam uns. Trotzdem sind wir durch Straßen – Bäche zu den beiden Kindergärten Crêche da Providencia Divina (22 Kinder, die sehr munter waren) und Crêche São Paulo (28 Kinder, die ich schlafend antraf) gewandert. Beide Kindergärten funktionieren ganztägig.


Nun noch kurz zur Finanzierung: Die EURO 2000 ergeben etwa R$ 5.700, was bei einem Mindestlohn von 722 Reais, die der Professor de Dança bekommt gerade für 8 Monate reicht.

Spenden unter dem Stichwort „Gemeinschaftszentrum“ bitte auf das Konto der Brasilieninitiative Freiburg e.V.