Wirtschaftsstandort Sao Paulo
Häuserschluchten, Armut, Staus - das Bild von Sao Paulo ist auf den ersten Blick wenig einladend.

Trotzdem haben sich etwa 1000 deutsche Unternehmen dort niedergelassen - mehr, als in jeder anderen Stadt. Neben Profit setzen sie aber auch auf soziales Engagement.

Sao Paulo - ein Moloch mit 20 Millionen Einwohnern. 140.000 Straßen winden sich durch Wolkenkratzer und Häuserschluchten, durch ein Gebirge aus Glas, Stahl und Beton. Jeden Tag kollabiert der Straßenverkehr, aber die Wirtschaft floriert. Auch dank der Präsenz deutscher oder deutschstämmiger Unternehmen. "Es gibt in Brasilien 1200 deutsche Firmen, die hier tätig sind. Sie repräsentieren etwa acht Prozent des industriellen Bruttoinlandsprodukts. Deswegen gibt es kaum eine außereuropäische Region, in der die deutsche Industrie so gut aufgestellt ist wie in Brasilien", erklärt Wolf Dieter Acker, Chef von BASF in Brasilien.

Sao Paulo - ein Moloch mit 20 Millionen Einwohnern. 140.000 Straßen winden sich durch Wolkenkratzer und Häuserschluchten, durch ein Gebirge aus Glas, Stahl und Beton. Jeden Tag kollabiert der Straßenverkehr, aber die Wirtschaft floriert. Auch dank der Präsenz deutscher oder deutschstämmiger Unternehmen. "Es gibt in Brasilien 1200 deutsche Firmen, die hier tätig sind. Sie repräsentieren etwa acht Prozent des industriellen Bruttoinlandsprodukts. Deswegen gibt es kaum eine außereuropäische Region, in der die deutsche Industrie so gut aufgestellt ist wie in Brasilien", erklärt Wolf Dieter Acker, Chef von BASF in Brasilien.

Deutsche Qualität "Made in Brasil"

Der Rekordstau lässt Manager und Unternehmer in die Luft gehen: Sao Paulo hat nach New York die größte Hubschrauberdichte der Welt. Anders ließe sich der Geschäftsbetrieb in Brasiliens Wirtschaftsmetropole kaum aufrecht erhalten.
In Sao Paulo siedeln etwa 1000 Firmen deutschen Ursprungs. Auf ihren Produkten klebt "Made in Brasil", aber jeder weiß: Da steckt deutsche Qualität drin. Acker sagt: "Die Stärken sind zweifellos die Automobilindustrie, die Chemie- und Elektroindustrie und sicherlich auch die Autozulieferindustrie. Das sind, zusammen auch mit dem Maschinenbau, die Stärken, die wir haben. In der Infrastruktur, der Energie, dem Straßenbau und im Agribusiness können wir aber noch mehr tun."
Das New York Südamerikas
In der Firma Kathrein-Mobilcom werden Antennen für Handy-Anlagen gebaut. Handys sind ein Renner in Brasilien und in Südamerika überhaupt. Deutsche Unternehmen haben mittlerweile rund 25 Milliarden Dollar investiert und beschäftigen eine viertel Million Menschen. Damit kann Sao Paulo guten Gewissens behaupten, die größte deutsche Industriestadt überhaupt zu sein.
Der Standort, meint Karlheinz Lessing, Geschäftsführer von Kathrein-Mobilcom, habe seinen eigenen Charakter: "Sao Paulo ist vielleicht die Stadt, die am wenigsten Eigenständigkeit besitzt, weil sie durch ihre Internationalität eine enorme Vermengung hat. Es gibt ja dieses alte Sprichwort von dem 'Schmelztiegel New York'. Ich glaube, Sao Paulo hat eine ähnliche Position in Südamerika. Wenn Sie zum Beispiel unsere leitenden Mitarbeiter betrachten: da ist einer italienischer Abstammung, einer österreichischer, einer russischer und ein anderer deutscher. Und so geht das durch die Firma. Und das Ganze hier verträgt sich auf eine sehr positive Art."