Massive Regenfälle und Überschwemmungen haben in Brasilien zu einer Katastrophe geführt.

 

 

Besonders betroffen ist die bergige Region um die Millionen-Metropole Rio de Janeiro. Durch das Unwetter kamen laut jüngsten Berichten aus der Katastrophenregion mehr als 400 Menschen ums Leben. Am schlimmsten traf es die Stadt Teresopolis, in der zahlreiche Häuser unter Schlamm- und Geröllmassen begraben wurden. Allein dort starben 130 Menschen.

Bürgermeister Jorge Mario Sedlacek sagte im Fernsehen: "Das ist die größte Katastrophe in der Geschichte der Stadt." Aus Nova Friburgo, rund 75 Kilometer von Teresopolis entfernt, wurden bisher etwa 100 Todesopfer gemeldet. Die brasilianischen Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen wird. Etliche Personen werden noch vermisst.

Vielerorts verwandelten sich Flüsse in reißende Ströme. Autos wurden von den braunen Fluten einfach mitgerissen. Einige Menschen versuchten, sich vor den Sturzfluten auf Bäume zu retten. Hunderte Feuerwehrleute und andere Helfer sind im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen.

Rios Gouverneur Sergio Cabral sprach von einer "Tragödie". Zugleich bat er das Militär um Hilfe. Es solle mit Flugzeugen dabei helfen, Rettungskräfte und Ausrüstung in die betroffene Region zu bringen.

Die brasilianische Regierung stellte eine Soforthilfe in Höhe von 420 Millionen Dollar (etwa 324 Millionen Euro) zur Verfügung. Staatspräsidentin Dilma Rousseff will an diesem Donnerstag, 13.01.2011 in das Katastrophengebiet reisen.