Von der Dürre in die Traufe
Land unter im brasilianischen Nordosten

Berichte aus dem Nordosten Brasiliens handeln meist von Wassermangel. Doch nun herrscht gerade des Gegenteil. Weite Gebiete in den Nordoststaaten Maranhao und Piauí stehen unter Wasser. Etliche Flüsse sind weit über die Ufer getreten, Tausende vorloren Haus und Gut in den Fluten. Über die Ursachen dieser unverhofften Wasserfluten sprach Norbert Suchanek mit Dioníso dem Koordinator des Umweltnetzwerks von Piuai (REAPI).

Der trockene Nordosten steht unter Wasser. Wie viele Menschen und Städte sind aktuell betroffen?
Mehr als 50 Städte stehen unter Wasser. Und mehr als 50.000 Menschen und deren Häuser sind direkt betroffen. Die Fluten erschweren aber auch das Leben derjenigen, die nicht direkt durch die Wassermassen betroffen sind, durch Einstellung der Trinkwasserversorgung, Stromabschaltungen, und Paralysierung des öffentlichen Diensts.
Saisonale Regenfälle und Überschwemmungen gab es schon immer im Nordosten. Was aber ist die Ursache, dass diese nun katastrophale Ausmaße angenommen haben?