Zisterne in ParaibaAus dem Landesinneren des Bundesstaaters Paraiba, wo wir seit einigen Jahren den Bau von Zisternen in Gemeinschaftsarbeit unterstützen, erreichte uns folgender Brief.

Liebe Freunde der Brasilieninitiative,                                       Soledade, Januar 2013
Ich hoffe es geht euch allen gut,

Ich lebe hier im Eilschritt, oder wie die Leute hier sagen „prá cima e prá baixo“ auf der Suche Möglichkeiten zu finden, die prekäre Lage Dürre-Hunger- Durst, in der die Menschen leben zu verbessern, um in der semi-áriden Region überleben zu können. In den letzten Monaten nahm die Dürre wieder erschreckende Ausmaße an. Die bisher, mit eurer Unterstützung gebauten Zisternen helfen den Leuten die Situation zu „ertragen“, da nun für einige Monate Wasser zum Trinken und Kochen zur Verfügung steht. Dennoch ist das Leiden groß, nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Tiere…Immer noch regnet es nicht, die Zeit vergeht, das Wasser wird knapp – sogar in den Städten – und die Tiere zu sterben….
Ich möchte eine Bitte äußern: Wir träumen davon, ein größeres Wasserauffangbecken zu bauen. Dies soll sowohl den Menschen als auch den Tieren beim Überleben helfen. Darüber hinaus könnten kleinere häusliche Aktivitäten stattfinden, die weder mit trinken noch kochen zu tun haben. Dieses Vorhaben soll gemeinsam mit den Kleinbauern, den Armen meiner Pfarrei, realisiert werden.
Bei meiner Priesterordination ging ich das Versprechen ein, mein Leben entprechend dem von mir gewähltem Spruch „Priester meiner Schafe“ zu widmen. (Johannesevangelium). Die konkreteste Art dies umzusetzen ist an ihrer Seite zu stehen und Auswege aus dieser Naturkatastrophe zum Überleben zu suchen, allerdings ohne zu vergessen, dass diese Realität durch das ököologische Ungleichgewicht verstärkt wird.
Ich benötige eure Unterstützung um die Idee eines Waserauffangbeckens verwirklichen zu können. Dies würde bei den hoffentlich bald eintretenden Regenfällen dazu dienen, Wasser aufzufangen und mindestens zehn Familien helfen. Dieses Becken könnte 60 000 Liter Wasser auffangen. Es wäre zudem eine weitere Möglichkeit, die Menschen zu bewegen, trotz aller Widrigkeiten, auf dem Land zu verbleiben, die Abwanderung in die Städte zu verhindern und dort die Zahl der Favela-Bewohner zu vermehren.
Auch können wir damit die kleinbäuerlichen Familienstärken, so könne sie erleben, dass ein Leben im semi-ariden Gebiet möglich ist, dass sie nicht der Versuchung erliegen, dass eine Erlösung in der Stadt zu  finden sei.
Ein Wasserauffangbecken dieser Größenordnung entspräche vier Zisternen, wie wir sie mit eurer Hilfe bisher errichten konnten, und würde ungefähr 1200 € kosten.

Dürfen wir erneut auf eure Hilfe hoffen? Nur mit eurer Hilfe können wir ein so teures Projekt verwirklichen, welches das Überleben der ärmsten Bewohner unserer Gegend verbessern könnte.
Natürlich schicken wir euch Bilder über das Entstehen des Wasserbeckens.

Ich bitte um Entschuldigung, aber wir betrachten euch als Brüder und Schwestern, gegenüber denen wir den Mut aufbringen können uns zu öffnen und über unser Leiden zu erzählen.

Eine herzliche Umarmung, um abraco
Pe. Rômulo Remígio Viana


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