Angra 3 bleibt weiter umstritten: Das von der Regierung angeforderte Gutachten über das brasilianische Atomkraftwerk lässt alle Fragen offen.

 

Die Bundesregierung muss die Entscheidung über eine endgültige Exportkreditzusage für das umstrittene Atomkraftwerk Angra 3 in Brasilien auf unbestimmte Zeit verschieben. Denn ein groß angekündigtes Gutachten, das als Grundlage für die Entscheidung dienen sollte, lässt alle wichtigen Fragen offen. Geklärt werden sollte, ob der Betreiber alle Auflagen aus dem Genehmigungsverfahren einhält und ob das geplante AKW auch angesichts der Erkenntnisse aus der Katastrophe in Fukushima als sicher gelten kann.

Das von der Regierung angeforderte Gutachten, das das Institut Istec im Auftrag des Atomkonzerns Areva erstellt hat und dessen Kurzfassung der taz vorliegt, kommt nun zu dem Schluss, dass diese Fragen derzeit nicht beantwortet werden können.

Die Bundesregierung muss die Entscheidung über eine endgültige Exportkreditzusage für das umstrittene Atomkraftwerk Angra 3 in Brasilien auf unbestimmte Zeit verschieben. Denn ein groß angekündigtes Gutachten, das als Grundlage für die Entscheidung dienen sollte, lässt alle wichtigen Fragen offen. Geklärt werden sollte, ob der Betreiber alle Auflagen aus dem Genehmigungsverfahren einhält und ob das geplante AKW auch angesichts der Erkenntnisse aus der Katastrophe in Fukushima als sicher gelten kann.

Das von der Regierung angeforderte Gutachten, das das Institut Istec im Auftrag des Atomkonzerns Areva erstellt hat und dessen Kurzfassung der taz vorliegt, kommt nun zu dem Schluss, dass diese Fragen derzeit nicht beantwortet werden können.

Der Bau von Angra 3 etwa 150 Kilometer westlich von Rio de Janeiro war bereits in den 1970er Jahren begonnen und in den 1980er Jahren unterbrochen worden. 2010 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Weil der Standort als erdbebengefährdet gilt und das Gebiet zudem nur schwer evakuiert werden kann, hatten Umweltgruppen von Anfang an gegen das Projekt protestiert.

Malte Kreutzfeldt/taz