Eine selbstbewusste Präsidentin, die selbst vor Barack Obama nicht kuscht.

Kurswechsel auch in der Außenpolitik. Dilma Rousseff hat den nur wenig nachvollziehbaren Kuschelkurs Lulas mit dem Iran schnell beendet. Die dortigen Menschenrechtsverletzungen waren und sind Rousseff, einem ehemaligen Opfer der brasilianischen Diktatur, ein Dorn im Auge. Man darf gespannt sein, welchen Kurs Dilma Rousseff mit Blick auf Kuba und Venezuela einschlagen wird.
Großen Rückhalt genießt die neue Staatspräsidentin weiter in der Bevölkerung. Das hängt auch damit zusammen, dass sie sich als großes, übergeordnetes politisches Ziel die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit in der brasilianischen Gesellschaft gesetzt hat. Und trotz enger Haushaltskassen hat sie hier bereits Akzente gesetzt. Ab sofort etwa sind die Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes kostenlos.
"Die Unterschiede bei der Einkommensverteilung haben ihre perversesten Auswirkungen im Gesundheitswesen, da dort Arme und Reiche besonders ungleich behandelt werden. Deswegen wird meine Regierung von heute an eine kostenlose Behandlung dieser beiden Krankheiten ermöglichen."
Dilma Rousseff hat bisher das nötige Feingefühl fürs Regieren bewiesen. Dabei ist ihr Kurs zwischen populären Entscheidungen und Haushaltskonsolidierung nicht einfach. Den Menschen in ihrem Land gibt sie das Gefühl, dass jeder Einzelne es schaffen kann, nach oben zu kommen. Die ersten Bewährungsproben jedenfalls hat sie bestanden.

 

 

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