Am 1. Februar 2010  hat die brasilianische Waldbehörde die vorläufige Lizenz für den Bau des Belo-Monte-Staudamms erteilt.

 

Gegen das Projekt gibt es seit über 20 Jahren erbitterten Widerstand, vor allem seitens der Kayapó und anderer indigener Völker sowie durch Flussanwohner und soziale Bewegungen an der Transamazônica. Zuletzt hatte ein 20-köpfiges Expertenteam von renommierten brasilianischen Universitäten ein Gutachten erstellt, das auf die immensen ökologischen und wirtschaftlichen Kosten des Bauvorhabens hinweist. Diese Kosten stehen nicht im Verhältnis zu dem wirtschaftlichen Nutzen, so das Fazit der Professoren. Das Umweltgutachten lässt außerdem offen, was mit den von Belo Monte vertriebenen Menschen geschehen soll und wie die waldreiche Region den Zuzug von schätzungsweise bis zu 300.000 Menschen verkraften soll. Erfahrungen mit vergleichbaren Projekten wie z.B. dem Kraftwerk Tucurui zeigen, dass soziale und ökologische Folgen kaum abgefedert werden.

Über das Netzwerk International Rivers International Rivers kann man sich an einer Protestaktion gegen die Lizenzvergabe für Belo Monte beteiligten:
Aktion: Stopp Belo Monte Staudamm!
Auf der Website der Plattform Belo Monte findet sich die deutsche Übersetzung des englischen Schreibens, oder direkt zur e-mail-Aktion.